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ACHEMA 2015 Programm

9 at BiobasedWorld at ACHEMA – das grüne Band der Bioökonomie Biobasierte Prozesse und Verfahren fi nden sich heute in allen Lebensbereichen wieder, oft ohne dass der Verbraucher das bemerkt. ACHEMA-Besucher werden es bemerken, denn BiobasedWorld zieht sich wie ein grünes Band durch die ACHEMA und macht die Bio ökonomie sichtbar. Nachwachsende Rohstoffe sind stark im Kommen und werden in vielen Bereichen der Industrie bereits als Alternative zum Erdöl genutzt, nicht nur bei den Kraftstoffen. Bio-Ethanol im Benzin und neuerdings auch Flugzeugtreibstoffe gehören mengenmäßig zu den wichtigsten Erzeugnissen der Bioökonomie. Die Liste der Produkte, die auf Basis erneuerbarer Quellen hergestellt wird, ist jedoch deutlich länger, wächst stetig und umfasst so unterschiedliche Bereiche wie Baumaterialien, pharmazeutische Wirkstoffe, Schmierstoffe, Textilien und Feinchemikalien. Als Schnittstelle zwischen Prozessindustrie und Biotechnologie ist die ACHEMA Teil der Bioökonomie und umgekehrt. Als Forum für Trends und Neuentwicklungen bietet sie eine Plattform für den Austausch über die Grenzen der Fachgebiete hinweg und natürlich über Ländergrenzen. Die Ausstellung zeigt Verfahren, Technologien und Dienstleistungen rund um die Bearbeitung von Biomasse, die Herstellung biobasierter Chemikalien, die Produktion von Biotreibstoffen und zum Aufbau von Bioraffi nerien. Das Wirtschaften mit erneuerbaren Rohstoffen ist wissensbasiert und lebt von neuen Erkenntnissen aus der biotechnologischen Forschung. Auf dem ACHEMA Kongress sind 14 Vortragsreihen der BiobasedWorld gewidmet und geben Einblick in den aktuellen Stand der Technik. Bioraffi nerie-Konzepte werden dabei ebenso vorgestellt wie neue Biokatalysatoren. Bioprozesse werden detailliert beleuchtet von der Modellierung über das Design von Reaktoren, das Monitoring der Prozesse und die Aufarbeitung der Produkte zu Spezial- und Massenchemikalien, Pharmawirkstoffen und biogenen Treibstoffen. Mit Horizon 2020 hat die EU-Kommission das bisher umfangreichste Innovationsprogramm aufgelegt. Von 2014 bis 2020 stehen 80 Milliarden Euro Fördergelder zur Verfügung, die es klug zu nutzen gilt. Am Bioökonomie-Tag (18.6., CMF, Raum Harmonie 3), diskutieren Experten darüber, welche Stellung die biobasierte Wirtschaft in Europa einnimmt: „EU- Bioeconomy and HORIZON 2020 revisited: How far have we come since ACHEMA 2012?“ Wie ist die Situation in den EU-Mitgliedsstaaten? Welche Kriterien der Nachhaltigkeit müssen eingehalten werden? Welche Impulse wird das Förderprogramm bringen? Dies sind nur einige der Fragen, zu denen Fachleute aus Industrie, Verbänden und der EU-Kommission Stellung nehmen werden. Am 17.6. wird die Integrierte Roadmap Automation 2025+ „Industrielle Biotechnologie“ vorgestellt, die das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung im Auftrag des ZVEI erarbeitet hat. Die Studie identifi ziert die Treiber und Hemmnisse der stoffl ichen Nutzung von Biomasse und erläutert die Perspektiven einer biobasierten Chemieindustrie (siehe Kongressprogramm Seite 28). Dass biobasierte Produkte längst zu unserem Alltag gehören, macht eine Ausstellung im Foyer der Halle 4.1 bewusst. Wo die Zukunft hinführen wird, ist im Schaufenster Bioökonomie in der Galleria zu sehen, und diverse nachwachsende Rohstoff-Pfl anzen spannen dazwischen auf der Via Mobile das grüne Band der Bioökonomie.


ACHEMA 2015 Programm
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