Energie neu denken
Gerade die Prozessindustrie benötigt neue, innovative Lösungen für zuverlässige, effiziente und nachhaltige Energie. Die Beherrschung dieser immer komplexer werdenden Thematik wird für Unternehmen der Branche zum entscheidenden Standortfaktor im globalen Wettbewerb. Gleichzeitig bieten Chemie und Biotechnologie spannende Lösungsansätze für energietechnische Herausforderungen.
Mit #energy innovation werden alle Aspekte beleuchtet, die für die weitere Entwicklung der stoffumwandelnden und energieintensiven Industrien relevant sind:
In Key-Note-Präsentationen, Podiumsdiskussionen und Fallstudien von Anwendern und Lösungsanbietern werden diese und weitere Themen auf der Energy Innovation Stage aufgegriffen. Damit erhalten die Teilnehmer der ACHEMA 2027 an allen fünf Messetagen spannende neue Einblicke und Ideen werden gemeinsam auf den Weg gebracht.
Die Ausstellungsgruppe Anlagenbau und Energietechnik in der Halle 5.1 nimmt die Bedeutung beider Industriezweige für die weitere technologischen und wirtschaftliche Entwicklung auf. Die ACHEMA 2027 führt dazu die Akteure zusammen, die Lösungen auf dem Weg der Transformation der Industrie hin zu mehr Nachhaltigkeit und verbesserter Wettbewerbsfähigkeit vorantreiben.
Auch viele Hersteller und Anbieter aus den folgenden Bereichen werden diese Transformation mit technischen Lösungen und Services begleiten:
Als fester Bestandteil der ACHEMA ist der Kongress eng mit der Ausstellung verzahnt und Treffpunkt für Forscher, Entwickler, Anwender und Visionäre. Die sechs Innovationsthemen bilden die übergreifende Klammer für das Kongressprogramm. Einreichungen sind bis zum 4. Oktober 2026 möglich.
Zu #energy innovation können Sie einen Beitrag zu einem der folgenden Themen einreichen:
Bitte beachten Sie, dass alle Vorträge auf Englisch gehalten werden.
Wasserstoff ist eine wichtige Energieoption zur Dekarbonisierung von Prozessen, die keine direkte Elektrifizierung nutzen können. Kohlenstoffarmer Wasserstoff kann als 'blauer Wasserstoff' durch Dampfreformierung von Methan mit anschließender CCS, über Biomasse oder Abfall oder als 'grüner Wasserstoff' durch Wasserelektrolyse mit erneuerbarem Strom erzeugt werden. Dabei können verschiedene Technologien eingesetzt werden: alkalische Elektrolyse, PEM-Elektrolyse oder Hochtemperaturelektrolyse. Eine weitere Option ist die Methanpyrolyse. Einreichungen zu Lebenszyklus- und techno-ökonomischen Analysen sowie Scale-up-Technologien sind willkommen.
Bitte beachten Sie, dass alle Vorträge auf Englisch gehalten werden.
Power-to-X (PtX)-Technologien bieten klimafreundliche Lösungen, um erneuerbare Energie für die Industrie zugänglicher zu machen. Durch die Nutzung von grünem Wasserstoff als Energieträger und Rohstoff für Grundchemikalien werden Alternativen zu fossilen Ressourcen geschaffen. Mit grünem Wasserstoff und CO₂ als Schlüsselkomponenten für PtX können eine Vielzahl von Kraftstoffen und Materialien produziert werden. Grünes Ammoniak und E-Methanol gelten als ideale Zwischenprodukte. Für den Luftfahrtsektor sind nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) über Methanol-to-Jet- und Fischer-Tropsch-Synthese-Routen realisierbar. Einreichungen zu technischen Entwicklungen oder industriellen Anwendungen entlang der gesamten PtX-Wertschöpfungskette sind willkommen.
Bitte beachten Sie, dass alle Vorträge auf Englisch gehalten werden.
Angesichts des zunehmenden Drucks zur Dekarbonisierung industrieller Sektoren ist die Implementierung von CCUS in der Prozessindustrie unvermeidlich geworden. CCS bietet einen Weg zur Minderung von Emissionen aus etablierten industriellen Anlagen. Abgeschiedenes CO₂ kann zudem als zusätzlicher chemischer Rohstoff behandelt werden. Reife Technologien wie MEA-Absorption existieren neben jüngeren Entwicklungen mit MOFs sowie direkter Luftabscheidung (DAC). Zur Unterstützung dieser CCUS-Fortschritte benötigt die Prozessindustrie ein integriertes CO₂-Netzwerk mit Komprimierung, Verflüssigung, Rohrleitungen und Speicherkapazität. Einreichungen zu CCUS entlang der gesamten Prozesskette sind willkommen.
Bitte beachten Sie, dass alle Vorträge auf Englisch gehalten werden.
Die Verbesserung der Energieeffizienz bleibt einer der wichtigsten Hebel für die Prozessindustrie, um Betriebskosten und energiebedingte Treibhausgasemissionen zu senken sowie Ressourcen zu schonen. Schlüsselbereiche wie Wärmeintegration, Abwärmenutzung und industrielle Hochtemperaturwärmepumpen gewinnen neben der Elektrifizierung der Prozesswärme zunehmend an Bedeutung. Wertvolle Beiträge zur CO₂-Reduktion durch Pinch-Analyse und Optimierung von Wärmenetzen sowie Methoden zur Effizienzbewertung sind wesentliche Bausteine für eine zukunftsfähige Prozessindustrie. Auf der Bedarfsseite sind Analysen zur Flexibilität der chemischen und petrochemischen Prozessindustrie wichtiger denn je.
Bitte beachten Sie, dass alle Vorträge auf Englisch gehalten werden.
Der Ersatz fossiler Energieträger durch erneuerbare oder kohlenstoffarme Alternativen ist eine zentrale Herausforderung für die Prozessindustrie. Als Kandidaten kommen die direkte Elektrifizierung mittels Widerstands-, Induktions-, Mikrowellen- oder Plasmaerwärmung in Betracht. Darüber hinaus bieten solarthermische Wärmequellen sowie aus Biomasse gewonnene Energie Wege zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse und chemischer Reaktionssysteme.
Beiträge sind willkommen zu alternativen Energiequellen und -einträgen, zur Systemintegration in chemischen Anlagenumgebungen und zu Prozessanpassungen – einschließlich techno-ökonomischer Bewertung und CO₂-Fußabdruckanalyse für Prozesse, die alternative Energiequellen nutzen.
Bitte beachten Sie, dass alle Vorträge auf Englisch gehalten werden.
Mit dem Fortschreiten der Energiewende und dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien bietet die Elektrifizierung einen zentralen Hebel zur Emissionsreduzierung und zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern in der Prozessindustrie. Die Elektrifizierung der Prozesswärme, Plasmatechnologie und elektrolysebasierte Produktionsrouten gewinnen für industrielle Anwendungen zunehmend an Aufmerksamkeit – mit Innovationspotenzial und Optimierungsmöglichkeiten sowohl aus technischer als auch aus wirtschaftlicher Perspektive. Einreichungen zur technischen Umsetzung und zu Konzepten elektrifizierter Prozesse sowie zu deren Integration in industrielle Standorte und Stromnetze sind sehr willkommen.
Bitte beachten Sie, dass alle Vorträge auf Englisch gehalten werden.
Eine zuverlässige und flexible Energieversorgung in der Prozessindustrie hängt zunehmend von der effektiven Speicherung und Integration von Energie über verschiedene Energieträger und Zeiträume hinweg ab. Energiespeichersysteme wie thermische Energiespeicher, elektrochemische Batteriesysteme oder wasserstoffbasierte Speicher bieten jeweils spezifische Eigenschaften, die für unterschiedliche industrielle Anwendungen geeignet sind. Beiträge zur Auswahl und Auslegung von Speichertechnologien, zur standortspezifischen Integration und zu Strategien der nachfrageseitigen Flexibilität sowie zu Betriebs- und Sicherheitsaspekten in industriellen Anlagenumgebungen sind von zentraler Bedeutung. Beiträge zu diesen Themen sind erwünscht.
Bitte beachten Sie, dass alle Vorträge auf Englisch gehalten werden.
Industrielle Wärme hat einen erheblichen Anteil am Energiebedarf der Prozessindustrie und umfasst ein breites Temperaturspektrum – von Niedertemperaturwärme bis hin zu Hochtemperaturprozessen mit bis zu 2.000 °C. Kontinuierliche Fortschritte bei Hochtemperaturwärmepumpen, der Elektrifizierung industrieller Wärme, Wärmetauscherkonzepten und fortschrittlichen feuerfesten Materialien eröffnen neue Möglichkeiten für industrielle Innovationen. Einreichungen sind willkommen zu Themen der industriellen Wärmeerzeugung, -übertragung und -rückgewinnung, sowie der standortbezogenen Integration von Wärmesystemen.
Die Life-Science- und Prozessindustrie befindet sich stetig im Wandel: neue Herausforderungen, aktuelle Forschungsergebnisse oder innovative Technologien und Produkte stehen auf der Tagesordnung. Deshalb möchten wir Sie mit unseren News und Artikeln zu Energy Innovation auf dem Laufenden halten.
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