27.07.2020 | Trends

Start-ups rund um die Welt

ISC3 fördert Lösungen für eine nachhaltige Chemie

Das International Sustainable Chemistry Collaborative Centre (ISC3) ist eine unabhängige, internationale Einrichtung, die weltweit Lösungen für nachhaltige Chemie fördert und entwickelt. Start-ups bilden einen wesentlichen Eckpfeiler der Aktivitäten des ISC3, denn sie sind eine einmalige Quelle für Wissen und Innovation, die erheblich zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen kann. Das ISC3 unterstützt sie durch Wettbewerbe und den Global Start-up Service, das weltweit erste Programm, dass Innovatoren in der nachhaltigen Chemie umfassende Unterstützung bietet.

Seit September 2019 zeichnet das ISC3 jeden Monat ein „Start-up of the Month“ aus. Die Liste der jungen Unternehmen, die diese Anerkennung bekommen haben, zeigt die enorme Kreativität und Innovationskraft von Gründern und Unternehmern auf der ganzen Welt.

Le Qara, Peru

nutzt Biotechnologie, Verfahrenstechnik und Mikroorganismen, um hochwertiges veganes Leder herzustellen, das bioabbaubar und frei von Giftstoffen ist. Ein besonderes Konsortium aus Mikroorganismen erzeugt auf Basis von Pflanzen- und Obstresten ein lederartiges Biomaterial.

www.leqara.com

Indresmat, Niederlande

entwickelt Polyurethan-Harze, die vielseitig einsetzbar, widerstandsfähig und wiederverwertbar sind und aus erneuerbaren Rohstoffen wie Pflanzenölen und Lignin hergestellt werden. Derzeit werden sie in nachhaltigen Baumaterialien wie Fenster- und Türrahmen und Dämmstoffen vermarktet.

www.indresmat.com

Banyan Nations, Indien

arbeitet mit lokalen Abfallsammlern, um Kunststoffgranulate herzustellen, die fast der Qualität von Neuware entsprechen. Das Unternehmen verkauft sie an Verarbeiter verschiedener Branchen. Das Geschäftsmodell ruht auf zwei Säulen: Ein Datensystem erfasst Kunststoffrecycling in verschiedenen Großstädten Indiens, in einem geschützten Prozess wird das gesammelte Plastik gereinigt und auf so aufbereitet, dass es den spezifischen thermischen und mechanischen Anforderungen von Endproduzenten entspricht.

www.banyannation.com

Innoverda, Frankreich

arbeitet mit chemischen und pharmazeutischen Unternehmen zusammen und prüft, ob traditionelle Verfahren durch einen elektrochemischen Ansatz verbessert werden können. Elektrosynthesen können den Energieaufwand, den Einsatz von giftigen und korrosiven Stoffen, fossilen Rohstoffen und die Notwendigkeit hoher Drücke und Temperaturen häufig signifikant reduzieren.

www.innoverda.com

Mobius, USA

hat eine Serie natürlich abbaubarer und kompostierbarer Polymere auf Basis von Ligni, einem Nebenprodukt der Papier- und Biokraftstoff-Industrie, entwickelt. Sie bieten eine nachhaltige Alternative zu Wegwerfprodukten aus Erdöl.

www.mobius.co

Andes Bioenergy, Ecuador

hat ein Verfahren entwickelt, um Bioteer aus landwirtschaftlichen Reststoffen zu entwickeln, der sowohl zur Bodenverbesserung in den Tropen als auch für die Erzeugung von Wärme auf erneuerbarer Grundlage eingesetzt werden kann. Das Unternehmen nutzt dafür den selbst entwickelten P-SMART (Pyrolysis Small and Modular Auger Reactor).

Autorin

Kathrin Rübberdt

kathrin-ruebberdt[at]dechema.de

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