13.04.2021 | Trends

Wasserdaten digital erfassen

Aber sicher!

Trinkwasseranlagen manuell kontrollieren ist zeitaufwändig und ineffizient. Endress+Hauser hat auch für kleine und ländliche Kommunen die passenden Digitalisierungslösungen.

Wasser ist ein großes Thema im Städtchen Oberzent in der Nähe von Frankfurt am Main. Die Gemeinde verfügt über mehrere Mineralquellen. Die Stadt besteht aus mehreren Gemeinden, die sich zusammengeschlossen haben. Die 10.000 Einwohner verteilen sich deshalb auf einer Fläche, die so groß ist wie Liechtenstein.

Oberste Priorität: sichere Wasserversorgung

Jeden der 19 Stadtteile zuverlässig mit Wasser zu versorgen, hat für das örtliche Wasserwerk oberste Priorität. Vier Wassermeister sorgen dafür, dass das Leitungsnetz jederzeit reibungslos funktioniert. In der Vergangenheit verbrachten sie einen großen Teil ihres Arbeitstages damit, die 19 Anlagen abzufahren, die sich auf 165 km² verteilen, um Daten für die Wasseraufbereitung und -speicherung zu sammeln - Zeit, die sie nicht für andere Aufgaben nutzen konnten.

Daten digital erfassen

Die Gemeinde beauftragte Endress+Hauser mit der Digitalisierung des Wasserwerks und wir empfahlen das Netilion IIoT-Ökosystem. Es liefert die Basisdaten, um individuelle Dashboards zu erstellen und zu programmieren, die den gesamten Prozess der Wasseraufbereitung und -speicherung abbilden. Dies wird im Online-Service Netilion Water Network Insights umgesetzt. Mit diesem Service können die Wassernetze überwacht und optimiert werden und kein Leck bleibt unentdeckt.
Selbst das löchrige Mobilfunknetz im ländlichen Hessen war kein Problem. Mit einem Long-Range-Wide-Area-Network (LoRaWAN) haben wir eine Möglichkeit zur sicheren drahtlosen Datenübertragung gefunden, die wenig Energie verbraucht.

Mehr Zeit für Wichtigeres

Jetzt können die Wassermeister alle relevanten Informationen auf ihren Smartphones, Tablets und Laptops abrufen: Die Daten von 35 Durchflussmessern, 17 Pegelmessern, 7 Druckmessern und 2 Analysepanels zur Qualitätsüberwachung. Zeitraubende tägliche Routine-Rundfahrten zu den Reservoirs und Wasseraufbereitungsstationen gehören der Vergangenheit an. Die hochqualifizierten Experten können so ihre Zeit viel effektiver nutzen, zum Beispiel um die Reservoirs optimal auszulasten.

Autor

Pirmin Lickert

Pirmin Lickert studierte Elektrotechnik an der Dualen Hochschule Lörrach. Seit 2019 ist er als Produktmanager Automation Solutions bei Endress+Hauser Deutschland tätig.

pirmin.lickert[at]endress.com

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